Stummfilmkonzert

Schwer bepackt mit 16mm-Projektoren und Filmrollen kam gestern Abend Stummfilmpianist Richard Siedhoff in die Schlosskirche. Schließlich kann man einen Stummfilmabend mit authentischem Livepiano nicht über irgendein digitales Geräte abspielen. Da müssen die Rollen quietschen, der Filmtransport rattern, die Bilder flimmern. Der Stummfilmprofi hatte eine wunderbar restaurierte Version von Nosferatu mitgebracht, die im Gegensatz zu vielen neueren noch die ursprünglichen monochromen Einfärbungen zeigte: Blau in der Nacht, sepia am Tag, grün im Wald, rot im Feuer. Als Vorfilm gab es Slapstick mit Buster Keaton, eine schöne Einstimmung in die alte Kinozeit. Bei Kino heutzutage je eher ungewöhnlich gab es natürlich eine Pause, um Siedhoff Zeit zu geben für Rollenwechsel im Projektor und um die wirbelnden Finger auszuruhen... – die Gäste in der voll besetzten Schlosskirche hat es gefreut, konnten sie doch Becher und Gläser noch einmal nachfüllen.


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